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Ratgeber · Immobilienmarkt Wien

Immobilienmarkt Wien 2026: Preise, Transaktionen & Ausblick

Wien ist Österreichs teuerster Immobilienmarkt, gleichzeitig einer der dynamischsten. Nach der Korrekturphase 2022–2024 zieht die Nachfrage wieder an. Wer in Wien kaufen, verkaufen oder investieren will, braucht aktuelle Zahlen. Dieser Artikel liefert den vollständigen Marktüberblick für 2026: aktuelle Preise nach Lage, Transaktionsdaten, Miete vs. Kauf und den Ausblick bis 2027.

Von Thomas Wakolbinger · Konzessionierter Immobilienmakler · GISA 38501128 · Aktualisiert Juni 2026

Wien Immobilienmarkt 2026: Wohngebäude in Wien mit Blick auf die Donau

Das Wichtigste im Überblick

  • Ø Kaufpreis Wohnung Wien 2025: 316.157 €, +2,9 % über dem Österreich-Schnitt (OeNB).
  • Größte Preisspanne Österreichs: 3.500 €/m² (äußere Bezirke) bis 13.005 €/m² (Innere Stadt).
  • Zinshäuser Wien: Transaktionsvolumen 2025 bei ca. 1,2 Mrd. €.
  • Neubaumangel und steigende Nachfrage stärken die Verhandlungsposition von Verkäufern.
  • Wien zeigt dritthöchste Preissteigerungsrate unter den Bundesländern (2025).
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Wie hat sich der Wiener Immobilienmarkt 2025 entwickelt?

In 2025 stiegen die Immobilienpreise in Wien um +2,9 %; damit liegt Wien um drei Prozentpunkte über dem nationalen Durchschnitt von +2,1 % (OeNB, Pressemitteilung Jänner 2026). Das macht Wien 2025 zur Bundeshauptstadt mit der dritthöchsten Preissteigerungsrate unter den österreichischen Bundesländern.

Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Wohnung in Wien lag bei 316.157 €, bei einem stadtweiten Quadratmeterpreis von rund 5.000–6.000 €/m² (meinbezirk.at / Wiener Wohnungsmarkt 2025). Damit ist Wien mehr als doppelt so teuer wie das günstigste Bundesland Burgenland (~1.859 €/m²).

Für den Zinshaus-Markt war 2025 ein Wendejahr: Das Transaktionsvolumen lag bei rund 1,2 Mrd. € und zog damit wieder klar an (ImmoFokus Marktbericht 2025).

Österreichweiter Preisvergleich nach Bundesland →

Wie unterscheiden sich die Preiszonen in Wien?

Kaum ein Markt in Österreich zeigt so extreme Preisunterschiede auf kleinem Raum wie Wien. Die Spanne reicht von unter 4.000 €/m² in den äußeren Bezirken bis zu über 13.000 €/m² im Herzen der Innenstadt.

Immobilienpreise Wien nach Bezirksgruppen 2025 (€/m²) Immobilienpreise Wien nach Lage 2025 (€/m²) Innere Stadt (1.) 13.005 Innenstadtnah (4./6./8.) ~7.500 Nobelbezirke (13./19.) ~7.000 Wien Ø (alle Bezirke) 5.212 Ø Gründerzeitviertel (15.–17.) ~4.800 Mittelgürtel (10./12.) ~4.200 Äußere Bezirke (21.–23.) ~3.700 Quellen: immopreise.at / finanz.at / OeNB, Eigentumswohnungen Wien 2025 (Richtwerte)
Quelle: immopreise.at / finanz.at / OeNB, Eigentumswohnungen Wien 2025 (Richtpreise €/m²)

Die Extremwerte zeigen die Breite des Marktes:

Bezirksgruppe Typische Bezirke Ø €/m² (2025)
Exklusivlage 1., 4., 8., 19. 7.000–13.005
Gute Lage 6., 9., 13., 18. 5.500–7.500
Wien Ø n/v ~5.212
Mittellagen 10., 12., 14., 15. 4.200–5.200
Günstige Lagen 11., 21., 22., 23. 3.500–4.200

Quellen: immopreise.at, finanz.at, OeNB 2025

Die vollständigen Quadratmeterpreise nach allen 23 Wiener Bezirken, inklusive Inseratspreis vs. tatsächlichem Verkaufspreis, listet unser Ratgeber zu den Immobilienpreisen Wien 2026 nach Bezirk.

Immobilienpreise Wien 2026 nach Bezirk →

Praxiseinschätzung: In der Beratung sehen wir 2026 besonders viel Aktivität in den Übergangslagen: Bezirke wie Rudolfsheim-Fünfhaus (15.), Ottakring (16.) oder Floridsdorf (21.), wo die Preise noch unter dem Wien-Schnitt liegen, aber die Infrastruktur deutlich verbessert hat. Dort entsteht gerade echtes Aufholpotenzial.


Wie viele Immobilien werden in Wien 2026 gehandelt?

Nach dem eingebrochenen Transaktionsvolumen 2022–2024 zeigt der Wiener Markt 2025/2026 wieder Bewegung. Das Transaktionsvolumen für Zinshäuser in Wien lag 2025 bei rund 1,2 Mrd. €, ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren (ImmoFokus).

Österreichweit stieg das Gesamttransaktionsvolumen 2025 auf 2,76 Mrd. € (+23,2 % gegenüber 2024). Wien trägt als bevölkerungsreichste Stadt überproportional dazu bei. Bei Eigentumswohnungen lag das Transaktionsplus in den ersten drei Quartalen 2025 bei +18 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Käufernachfrage wird durch zwei Faktoren getrieben: Gesunkene Hypothekarzinsen (von ~5,00 % auf ~3,25 %) machen Finanzierungen wieder leistbarer. Und die fast verdoppelte Anzahl neuer Hypothekarkredite (OTS/ImmoFokus 2025) zeigt, dass die Kaufbereitschaft konkret ist, nicht nur latent.


Miete vs. Kauf in Wien: Was lohnt sich 2026?

Der Wiener Mietmarkt steht 2026 unter starkem Druck. Der Rückgang im Neubau 2024/2025 bedeutet weniger neue Mietwohnungen, bei gleichzeitig steigender Nachfrage durch Zuwanderung und Haushaltsgründungen. Die Mieten steigen.

Für Eigentümer, die über Verkauf nachdenken, ergibt sich daraus eine interessante Konstellation: Der Mietmarktdruck erhöht die Attraktivität von Eigentum für Käufer und damit die Bereitschaft, höhere Kaufpreise zu akzeptieren. In Lagen mit starker Mieternachfrage (U-Bahn-Nähe, zentrale Bezirke) profitieren Verkäufer 2026 von diesem Sog.

Für Investoren gilt: Der Bruttorendite-Vergleich zeigt, dass Bestandsobjekte mit Mietern 2026 wieder realistische Renditen von 3–4 % erzielen können, während 2022/2023 bei hohen Kaufpreisen und niedrigen Mieten kaum mehr als 2 % drin waren.

Methoden und aktuelle Preise zur Immobilienbewertung in Wien erklärt unser Bewertungsratgeber.

Immobilienbewertung Österreich: Methoden & Preise →

Was ist für den Wiener Immobilienmarkt 2027 zu erwarten?

Wien zeigt in der Preisprognose das stärkste Potenzial unter den österreichischen Bundesländern. Für 2026 werden in Wiener Zentrallagen +3,5 % erwartet. Der Mietwohnungsmangel, die Bevölkerungsentwicklung und der kaum aufholende Neubau sprechen für anhaltenden Preisdruck.

Ein Risiko bleibt der neue EZB-Zinserhöhungszyklus: Am 11. Juni 2026 hob die EZB die Zinsen erstmals seit der Senkungsphase wieder an. Sollten weitere Erhöhungen folgen, könnte das die Nachfrage insbesondere bei fremdfinanzierten Käufen dämpfen.

Für den Wiener Markt gilt langfristig: Knappheit ist strukturell. Wien wächst, baut aber weniger als nötig. Die Aufwärtsrichtung bei den Preisen ist keine Spekulation. Sie ist die logische Folge eines Angebotsdefizits.

Szenario 2026 Preisentwicklung Wien Treiber
Basis +3,0–3,5 % Nachfrageerholung, Lohnsteigerungen
Optimistisch +4,5–5,0 % Starker Zuzug, weiter gesunkene Zinsen
Konservativ +1,5–2,0 % Weitere EZB-Zinserhöhungen dämpfen Nachfrage

Eigene Einschätzung auf Basis OeNB, infina.at, ImmoFokus, Wien Q2 2026

Die Preisprognose für Österreich gesamt analysiert der Prognose-Ratgeber für 2026–2028.

Immobilienpreise Österreich: Prognose 2026–2028 →

Häufig gestellte Fragen: Immobilien Wien 2026

Der Durchschnittspreis für eine Wiener Wohnung lag 2025 bei 316.157 € (meinbezirk.at). Pro Quadratmeter bewegt sich der stadtweite Mittelwert bei ~5.212 €/m². Die Spanne reicht von ~3.500 €/m² in äußeren Bezirken bis zu 13.005 €/m² in der Inneren Stadt (1. Bezirk).

Die günstigsten Lagen finden sich in Simmering (11.), Floridsdorf (21.), Donaustadt (22.) und Liesing (23.) mit Quadratmeterpreisen von ca. 3.500–4.200 €/m². Diese Bezirke zeigen 2026 durch verbesserte U-Bahn-Anbindungen und wachsende Infrastruktur Aufholpotenzial.

Ja. Die OeNB verzeichnete für Wien 2025 ein Plus von +2,9 %, höher als der nationale Schnitt. Für 2026 werden in Zentrallagen bis zu +3,5 % prognostiziert. Der strukturelle Neubaumangel spricht für anhaltenden Preisdruck.

2026 bieten sich für Verkäufer gute Bedingungen: gestiegene Nachfrage, knappes Angebot, verbesserte Käuferfinanzierung. Wer einen realistischen Preis ansetzt, kann mit merklich kürzeren Vermarktungszeiten rechnen als 2023/2024.

Der Mietmarkt steht unter Druck: Neubaufertigstellungen sind rückläufig, die Nachfrage wächst. Das erhöht die Attraktivität von Eigentum für Käufer und stützt indirekt die Kaufpreise, insbesondere in U-Bahn-nahen, zentrumsnahen Lagen.


Fazit: Wiener Immobilienmarkt 2026

Wien bleibt Österreichs teuerster und gleichzeitig aktivster Immobilienmarkt. Die Erholung nach der Korrekturphase ist real: Preise steigen wieder, Transaktionen nehmen zu, und die Nachfrage ist substanziell. Gleichzeitig bleiben die Preise noch unter dem Rekordjahr 2022, was realistische Einstiegsmöglichkeiten für Käufer lässt.

Für Verkäufer bedeutet die aktuelle Marktlage: Wien-Objekte in guter Lage verkaufen sich 2026 schneller und zu besseren Konditionen als noch vor zwei Jahren. Wer seinen Zeitpunkt nutzen will, sollte die Phase der erhöhten Nachfrage nicht verpassen.

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Thomas Wakolbinger

Thomas Wakolbinger

Konzessionierter Immobilienmakler · GISA 38501128

Gründer von Selfimmo und Geschäftsführer der WATEK Homes GmbH (Hofau 7, 4650 Lambach). Thomas begleitet private Eigentümer beim Immobilienverkauf in Österreich – mit dem Ziel, Verkäufer provisionsfrei und rechtlich abgesichert durch den gesamten Prozess zu führen.

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Quellenangaben
  1. OeNB, Pressemitteilung Wohnimmobilienpreise Jänner 2026, abgerufen 2026-06-11, oenb.at
  2. meinbezirk.at, Wiener Wohnungsmarkt Immobilienpreise 2025, abgerufen 2026-06-11, meinbezirk.at
  3. immopreise.at, Immobilienpreise Wien, abgerufen 2026-06-11, immopreise.at
  4. finanz.at, Immobilienpreise Wien nach Bezirk, abgerufen 2026-06-11, finanz.at
  5. OTS/ImmoFokus, Immobilienmarkt Österreich 2025: Erholung mit angezogener Handbremse, abgerufen 2026-06-11, ots.at
  6. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, abgerufen 2026-06-11, statistik.at
  7. vires.at, Wien Immobilienmarkt Q2 2026, abgerufen 2026-06-11, vires.at
  8. warestone.at, Immobilienmarkt Wien 2026: Prognose, abgerufen 2026-06-11, warestone.at

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