Ratgeber · Immobilienpreise Oberösterreich
Immobilienpreise Oberösterreich 2026: alle 18 Bezirke im Vergleich
Bauland kostet in Oberösterreich zwischen 44,0 Euro pro Quadratmeter im Bezirk Rohrbach und 537,2 Euro in der Stadt Linz (Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Datenbasis 2021 bis 2025, veröffentlicht 28.05.2026).
Auf Gemeindeebene führt allerdings nicht Linz, sondern St. Lorenz am Mondsee mit 732,4 Euro. Oberösterreich hat zwei teure Zonen, den Zentralraum und das Salzkammergut, und dazwischen ein großes, sehr günstiges Land.
Von Thomas Wakolbinger · Konzessionierter Immobilienmakler · GISA 38501128 · Aktualisiert September 2026
Das Wichtigste im Überblick
- →Teuerster Bezirk: Stadt Linz mit 537,2 Euro/m² Bauland, 3.974 Euro/m² Wohnung, 5.259 Euro/m² Haus
- →Teuerste Gemeinde ist St. Lorenz am Mondsee mit 732,4 Euro/m², vor Leonding und Mondsee
- →Günstigster Bezirk ist Rohrbach im Mühlviertel mit 44,0 Euro/m²
- →13 der 18 Bezirke legten 2025 bei der Verkaufsmenge zu, 11 davon zweistellig
- →Alle Werte sind Grundbuchpreise, keine Angebotspreise
Was kostet eine Immobilie in den oberösterreichischen Bezirken?
Alle 18 Bezirke, sortiert nach dem Baulandpreis. Die Werte stammen aus der Kaufpreissammlung der Statistik Austria und beruhen auf tatsächlichen Grundbuch-Transaktionen.
| Bezirk | Bauland €/m² | Eigentumswohnung €/m² | Haus €/m² |
|---|---|---|---|
| Stadt Linz | 537,2 | 3.974 | 5.259 |
| Stadt Wels | 332,1 | 2.186 | 3.734 |
| Linz-Land | 304,1 | 3.614 | 4.014 |
| Stadt Steyr | 244,9 | 3.205 | 3.390 |
| Wels-Land | 206,7 | 3.444 | 3.938 |
| Gmunden | 201,1 | 3.894 | 4.086 |
| Vöcklabruck | 165,3 | 3.505 | 3.920 |
| Urfahr-Umgebung ¹ | 152,1 | 3.444 | 3.951 |
| Steyr-Land | 141,1 | 2.774 | 3.188 |
| Eferding ² | 138,2 | 3.429 | 3.493 |
| Braunau | 131,7 | 3.222 | 3.429 |
| Kirchdorf | 122,3 | 2.928 | 3.414 |
| Perg ¹ | 111,0 | 2.465 | 3.338 |
| Freistadt ¹ | 95,7 | 3.709 | 3.413 |
| Grieskirchen ² | 94,3 | 3.402 | 3.438 |
| Ried | 88,2 | 3.041 | 3.028 |
| Schärding | 58,8 | 3.016 | 2.899 |
| Rohrbach ¹ | 44,0 | 3.081 | 3.182 |
Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, erstellt am 28.05.2026. Bauland: Bezirksdurchschnitt. Wohnung: Eigentumswohnung ohne Balkon, Terrasse oder Garten, Baujahr ab 1991, 64 bis 82 m². Haus: Kategorie B (durchschnittliche Grundstücksgröße), Bauperiode ab 1991, 90 bis 130 m² Wohnfläche. Alle Preise je Quadratmeter Wohnfläche, geometrische Mittel auf Basis von Transaktionsdaten 2021 bis 2025, auf das Preisniveau 2025 angepasst.
Fußnoten der Statistik Austria: ¹ Für Wohnungen vor 1960 sind Durchschnittspreise der Kategorie 1961-1990 eingesetzt. ² Aufgrund einer geringen Anzahl an Transaktionen wird eine Kategorisierung nach Wohnflächen in diesem Bezirk unterlassen. Wo eine Kategorisierung unterbleibt, ist die Zahl der Transaktionen gering und der Wert entsprechend vorsichtig zu lesen.
Beim Bauland liegt zwischen Stadt Linz und Rohrbach der Faktor 12,2. Bei Häusern sind es 1,8, bei Wohnungen 1,8. Es ist dieselbe Regel wie in ganz Österreich: Der Baukörper kostet überall ungefähr gleich viel, der Boden nicht.
Was kostet Bauland in Oberösterreich auf Gemeindeebene?
Für Baugrundstücke veröffentlicht die Statistik Austria zusätzlich Gemeindedurchschnitte. In Oberösterreich zeigt das eine klare Zweiteilung.
| Gemeinde | Bezirk | Bauland €/m² |
|---|---|---|
| St. Lorenz | Vöcklabruck | 732,4 |
| Leonding | Linz-Land | 636,9 |
| Mondsee | Vöcklabruck | 613,4 |
| Linz | Stadt Linz | 537,2 |
| Gmunden | Gmunden | 529,5 |
| Weyregg am Attersee | Vöcklabruck | 481,7 |
| Unterach am Attersee | Vöcklabruck | 481,7 |
| Pasching | Linz-Land | 481,7 |
Quelle: Statistik Austria, Gemeindedurchschnittspreise Baugrundstücke, erstellt 28.05.2026. Für Oberösterreich liegen 438 Gemeindewerte vor.
Drei der sechs teuersten Gemeinden liegen am Wasser: St. Lorenz und Mondsee am Mondsee, Weyregg am Attersee. Eine vierte, Gmunden, liegt am Traunsee. Das Salzkammergut ist preislich näher an Linz als an seinem eigenen Bezirksdurchschnitt. Der Bezirk Gmunden kommt auf 201,1 Euro, die Gemeinde Gmunden auf 529,5.
Die zweite teure Gruppe ist der Linzer Speckgürtel. Leonding liegt mit 636,9 Euro über dem Stadtwert von Linz.
Am anderen Ende steht das Mühlviertel. In Dimbach, Julbach, Kollerschlag und Nebelberg kostet Bauland jeweils 26,6 Euro je Quadratmeter. Zwischen St. Lorenz am Mondsee und diesen Gemeinden liegt der Faktor 28.
Wo ist es am teuersten und wo am günstigsten?
Wo wird überhaupt gekauft? Transaktionen je Bezirk
Der Preis sagt, was eine Immobilie wert ist. Er sagt nicht, ob es Käufer gibt. Dafür braucht es die Stückzahl.
2025 wurden in Oberösterreich 5.077 Eigentumswohnungen verbüchert, ein Plus von 21,0 Prozent (RE/MAX-ImmoSpiegel Eigentumswohnungsmarkt 2025). Damit bleibt das Land der drittgrößte Wohnungsmarkt Österreichs hinter Wien und der Steiermark. Der Transaktionswert stieg um 24,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.
| Bezirk | Wohnungs-Kaufakte 2025 | gegenüber 2024 |
|---|---|---|
| Linz Stadt | 1.232 | +28,9 % |
| Linz-Land | 688 | +7,8 % |
| Wels Stadt und Land | 564 | +32,4 % |
| Gmunden | 508 | +9,2 % |
| Vöcklabruck | 456 | +19,7 % |
| Urfahr-Umgebung | 302 | +71,6 % |
| Braunau | 243 | +19,1 % |
| Steyr Stadt und Land | 241 | +28,2 % |
| Ried im Innkreis | 197 | +27,1 % |
| Grieskirchen | 156 | +15,6 % |
| Kirchdorf | 122 | +47,0 % |
| Perg | 110 | +14,6 % |
| Schärding | 86 | +34,4 % |
| Freistadt | 66 | -29,0 % |
| Eferding | 56 | -9,7 % |
| Rohrbach | 50 | -33,3 % |
Quelle: RE/MAX-ImmoSpiegel Eigentumswohnungsmarkt 2025, Basis sind alle Eintragungen im amtlichen Grundbuch. Nur Eigentumswohnungen. Die Zeilen summieren sich auf die ausgewiesene Landesmenge.
Drei Dinge lassen sich hier lesen, die eine Preistabelle nicht hergibt.
Erstens, die Erholung ist breit. 13 der 18 Bezirke legten zu, elf davon zweistellig. 2024 waren es nur fünf. Der stärkste Zuwachs gelang Urfahr-Umgebung mit plus 71,6 Prozent auf 302 Eintragungen, gefolgt von Kirchdorf mit plus 47,0 Prozent.
Zweitens, Linz ist zurück. Die Landeshauptstadt war von 2015 bis 2023 durchgehend über 1.000 Verkäufen, brach 2024 um 27,4 Prozent ein und kam 2025 mit plus 28,9 Prozent auf 1.232 Kaufakte zurück.
Drittens, das Mühlviertel verliert. Rohrbach fiel um ein Drittel auf 50 Einheiten, Freistadt um 29,0 Prozent auf 66, Eferding um 9,7 Prozent auf 56. Das sind die drei dünnsten Märkte des Landes.
Der Landesdurchschnitt erreichte mit 237.248 Euro ein neues Preishoch, plus 2,3 Prozent. Der teuerste Bezirk ist dabei nicht Linz, sondern Urfahr-Umgebung mit 284.161 Euro (plus 11,5 Prozent), gefolgt von Freistadt mit 277.937 Euro. Die Stadt Linz zeigte mit plus 2,2 Prozent auf 248.956 Euro die schwächste Preisdynamik aller oberösterreichischen Bezirke.
Angebotspreis oder Verkaufspreis? Der Unterschied, der Geld kostet
Die Zahlen in diesem Ratgeber sind Verkaufspreise aus dem Grundbuch, also das, was tatsächlich bezahlt wurde.
Die meisten Preisspiegel im Netz zeigen Angebotspreise aus Inseraten, also das, was Verkäufer verlangen. Der Unterschied ist erheblich. Auf der Wien-Seite dieses Ratgebers lässt er sich beziffern: In der Inneren Stadt klaffen Angebots- und Verkaufspreis um rund 39 Prozent auseinander.
Dazu kommt: Die Statistik-Austria-Werte sind geometrische Mittel über fünf Jahre, angepasst auf das Preisniveau 2025. Sie sind stabil und ein guter Anker, aber keine Momentaufnahme des laufenden Quartals. Die RE/MAX-Zahlen sind dagegen echte Jahreswerte 2025.
Wie groß der Abstand zwischen Angebot und Abschluss ist: Vergleich der Online-Bewertungstools →Was bedeutet das für den Verkauf Ihrer Immobilie?
Erstens: Am See gelten andere Regeln. Der Bezirk Gmunden kommt auf 201,1 Euro je Quadratmeter Bauland, die Gemeinde Gmunden auf 529,5 und Weyregg am Attersee auf 481,7. Wer dort ein Grundstück hält, sollte nie mit dem Bezirkswert rechnen.
Zweitens: Der Linzer Speckgürtel schlägt die Stadt. Leonding liegt beim Bauland über Linz, und beim Wohnungspreis führt Urfahr-Umgebung vor der Landeshauptstadt. Die Umlandgemeinden sind kein Abschlag auf die Stadt, sondern teilweise ein Aufschlag.
Drittens: Im Mühlviertel zählt Geduld. In Rohrbach wurden 2025 insgesamt 50 Wohnungen verkauft. Bei solchen Stückzahlen entscheidet die Vermarktungsdauer mehr als der letzte Prozentpunkt beim Quadratmeterpreis.
Verkaufspreis richtig festlegen: Strategie und Spielraum →„Im Zentralraum entscheidet die Anbindung, im Salzkammergut die Seenähe und die Widmung, im Mühlviertel der Zustand. Ein saniertes Haus in Rohrbach verkauft sich schneller als ein unsaniertes in Gmunden, obwohl der Quadratmeterpreis das Gegenteil nahelegt."
Thomas Wakolbinger, konzessionierter Immobilienmakler bei Selfimmo (GISA Nr. 38501128)
Häufig gestellte Fragen zu Immobilienpreisen in Oberösterreich
Beim Bauland reicht der Bezirksdurchschnitt von 44,0 Euro in Rohrbach bis 537,2 Euro in der Stadt Linz. Bei Eigentumswohnungen liegt die Spanne zwischen 2.186 Euro je Quadratmeter Wohnfläche in Wels-Stadt und 3.974 Euro in Linz-Stadt, bei Häusern zwischen 2.899 Euro in Schärding und 5.259 Euro in Linz. Quelle: Statistik Austria, Datenbasis 2021 bis 2025.
2025 wurden 5.077 Eigentumswohnungen verbüchert, um 21,0 Prozent mehr als 2024, und der Transaktionswert stieg um 24,9 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Der typische Wohnungspreis erreichte mit 237.248 Euro ein neues Hoch, plus 2,3 Prozent und 19,7 Prozent über dem Durchschnitt der letzten Dekade. Quelle: RE/MAX-ImmoSpiegel Eigentumswohnungsmarkt 2025.
Beim Bauland führen die Stadt Linz, die Stadt Wels und Linz-Land. Beim durchschnittlichen Wohnungspreis liegt allerdings Urfahr-Umgebung mit 284.161 Euro vorn, vor Freistadt mit 277.937 und Gmunden mit 267.863 Euro. Die Stadt Linz kommt auf 248.956 Euro.
Weil dort ein Zweitwohnsitz- und Tourismusmarkt auf ein knappes Angebot trifft. St. Lorenz am Mondsee kostet mit 732,4 Euro je Quadratmeter Bauland mehr als die Stadt Linz, obwohl der zugehörige Bezirk Vöcklabruck im Schnitt bei 165,3 Euro liegt.
Es sind Verkaufspreise aus dem Grundbuch, nicht Angebotspreise aus Inseraten. Angebotspreise liegen tendenziell darüber.
Fazit: Zentralraum, Seen und ein großes günstiges Land
Oberösterreich ist preislich dreigeteilt. Der Linzer Zentralraum und das Salzkammergut liegen auf ähnlichem Niveau, das Mühl- und Innviertel weit darunter. Zwischen St. Lorenz am Mondsee und Dimbach liegt beim Bauland der Faktor 28. Für die eigene Verkaufsentscheidung ist der Gemeindewert der bessere Anker als der Landeswert, und eine individuelle Bewertung besser als beide.
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Thomas Wakolbinger
Konzessionierter Immobilienmakler · GISA 38501128
Gründer von Selfimmo und Geschäftsführer der WATEK Homes GmbH (Hofau 7, 4650 Lambach). Thomas begleitet private Eigentümer beim Immobilienverkauf in Österreich, mit dem Ziel, Verkäufer provisionsfrei und rechtlich abgesichert durch den gesamten Prozess zu führen.
Mehr über uns →Quellenangaben
- Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Tabellen Baugrundstückspreise 2025, Häuserpreise 2025 und Wohnungspreise 2025, erstellt am 28.05.2026, Datenbasis 2021 bis 2025, abgerufen 2026-09-19, statistik.at
- RE/MAX-ImmoSpiegel Eigentumswohnungsmarkt 2025, Basis alle Eintragungen im amtlichen Grundbuch, für die Transaktionszahlen je Bezirk und die Landeswerte, abgerufen 2026-09-19, remax.at
- RE/MAX-ImmoSpiegel Gesamtmarkt 2025, 04.03.2026, abgerufen 2026-09-19, ots.at