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Ratgeber · Grundstückspreise Österreich

Grundstückspreise Österreich 2026: alle Bundesländer und Bezirke

Ein Quadratmeter Bauland kostet in Österreich im Durchschnitt 135 Euro. Diese eine Zahl ist zugleich die nutzloseste des ganzen Themas.

Denn dahinter liegt eine Spanne von 11,7 Euro in Nikitsch im Burgenland bis 2.741,8 Euro in Reith bei Kitzbühel. Das ist der Faktor 234. Wer seinen Grund bewerten will, braucht keinen Landesdurchschnitt, sondern den Wert seiner Gemeinde.

Diese Seite führt die Baulandpreise aller 105 österreichischen Bezirke zusammen. Sie beruhen auf der Kaufpreissammlung der Statistik Austria, also auf echten Grundbuch-Transaktionen, nicht auf Inseratspreisen.

Von Thomas Wakolbinger · Konzessionierter Immobilienmakler · GISA 38501128 · Aktualisiert September 2026

Unbebautes Baugrundstück mit Vermessungspflock und Wohnhäusern im Hintergrund Dieses Bild wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt.

Das Wichtigste im Überblick

  • →Österreich-Durchschnitt 2025: 135 Euro/m² Bauland
  • →Günstigste Gemeinde: Nikitsch (Burgenland) mit 11,7 Euro/m²
  • →Teuerste Gemeinde: Reith bei Kitzbühel mit 2.741,8 Euro/m²
  • →Die Statistik Austria weist 2091 Gemeindewerte und 105 Bezirkswerte aus
  • →Alle Werte sind Grundbuchpreise, keine Angebotspreise
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Grundstückspreise nach Bundesland

Die Tabelle zeigt je Bundesland den teuersten und den günstigsten Bezirk sowie den Abstand dazwischen. Ein Klick auf das Bundesland führt zur Detailseite mit allen Bezirken.

Bundesland teuerster Bezirk €/m² günstigster Bezirk €/m² Faktor
Salzburg Salzburg Stadt 1.345,4 Tamsweg 139,8 9,6
Tirol Innsbruck-Stadt 1.050,5 Lienz 148,1 7,1
Vorarlberg Dornbirn 758,5 Bludenz 424,5 1,8
Niederösterreich Mödling 623,9 Zwettl 26,2 23,8
Oberösterreich Stadt Linz 537,2 Rohrbach 44,0 12,2
Steiermark Graz Stadt 430,3 Südoststeiermark 35,7 12,1
Burgenland Eisenstadt Stadt 310,3 Jennersdorf 21,2 14,6
Kärnten Klagenfurt Stadt 185,7 Völkermarkt 53,7 3,5
Wien Wien 18. Währing 2.181,4 Wien 21. Floridsdorf 669,6 3,3

Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Baugrundstückspreise, erstellt am 28.05.2026, Datenbasis 2021 bis 2025.

Die Reihenfolge überrascht. Nicht Wien führt bei den Bezirkswerten, sondern Salzburg. Die Stadt Salzburg kommt auf 1.345,4 Euro je Quadratmeter, Innsbruck auf 1.050,5. In Wien liegt der teuerste Bezirk, Währing, bei 2.181,4 Euro, das ist der höchste Einzelwert. Aber Wien ist als Ganzes gleichmäßiger: zwischen Währing und Floridsdorf liegt nur der Faktor 3,3.

Die größte Ungleichheit hat Niederösterreich mit dem Faktor 23,8 zwischen Mödling und Zwettl, gefolgt vom Burgenland mit 14,6. Am gleichmäßigsten ist Vorarlberg mit 1,8.

Baulandpreise Österreich: Spannweite je Bundesland Bauland Österreich: teuerster und günstigster Bezirk je Bundesland (€/m²) Quelle: Statistik Austria, Datenbasis 2021-2025, erstellt 28.05.2026 teuerster Bezirk günstigster Bezirk 0 500 1.000 1.500 2.000 Wien 2.181,4 Salzburg 1.345,4 Tirol 1.050,5 Vorarlberg 758,5 Niederösterreich 623,9 Oberösterreich 537,2 Steiermark 430,3 Burgenland 310,3 Kärnten 185,7
Baulandpreise je Quadratmeter, Bezirksdurchschnitte. Der goldene Balken endet beim teuersten Bezirk des Landes, der dunkle beim günstigsten. Je größer der goldene Überhang, desto weiter liegen die Bezirke eines Bundeslandes auseinander.

Die teuersten Gemeinden Österreichs

# Gemeinde Bundesland Bauland €/m²
1 Reith bei Kitzbühel Tirol 2.741,8
2 Kitzbühel Tirol 2.616,9
3 Lech Vorarlberg 2.108,1
4 Jochberg Tirol 2.099,9
5 Aurach bei Kitzbühel Tirol 2.099,9
6 Going am Wilden Kaiser Tirol 1.863,7
7 Anif Salzburg 1.850,8
8 St. Johann in Tirol Tirol 1.430,0
9 Oberndorf in Tirol Tirol 1.430,0
10 Serfaus Tirol 1.368,2
11 Fiss Tirol 1.368,2
12 Salzburg Salzburg 1.345,4
13 Bregenz Vorarlberg 1.264,0
14 Ellmau Tirol 1.255,5
15 Lochau Vorarlberg 1.165,0

Quelle: Statistik Austria, Gemeindedurchschnittspreise Baugrundstücke, erstellt 28.05.2026. Für Wien werden keine Gemeindewerte ausgewiesen, dort gilt die Bezirksebene.

Zehn der fünfzehn teuersten Gemeinden liegen in Tirol, die meisten davon im Bezirk Kitzbühel. Das ist kein Wohnungsmarkt, sondern ein Zweitwohnsitz- und Anlagemarkt mit Käufern von außerhalb und stark begrenztem Angebot.

Die zweite Gruppe sind Skiorte in Vorarlberg und Tirol (Lech, Serfaus, Fiss) und die dritte der Salzburger Speckgürtel mit Anif und Elsbethen.


Die günstigsten Gemeinden Österreichs

Gemeinde Bundesland Bauland €/m²
Nikitsch Burgenland 11,7
Großharras Niederösterreich 12,1
Minihof-Liebau Burgenland 12,2
Mühlgraben Burgenland 12,2
Neuhaus am Klausenbach Burgenland 12,2
Sankt Martin an der Raab Burgenland 12,2
St. Martin Niederösterreich 13,2
Güttenbach Burgenland 14,5
Neuberg im Burgenland Burgenland 14,5
Oberdorf im Burgenland Burgenland 14,5
Olbendorf Burgenland 14,5
Altmelon Niederösterreich 16,1

Quelle: Statistik Austria, Gemeindedurchschnittspreise Baugrundstücke, erstellt 28.05.2026.

Das Muster ist ebenso eindeutig wie am oberen Ende: Südburgenland, nördliches Weinviertel und Waldviertel. Gemeinsam ist ihnen die Entfernung zu einem Ballungsraum und ein Angebot, das die Nachfrage übersteigt.

Zwischen Reith bei Kitzbühel und Nikitsch liegt der Faktor 234. Kein anderer Immobilienwert in Österreich streut so stark. Bei Häusern und Wohnungen bewegt sich der Abstand zwischen teuerster und günstigster Region im Bereich von drei bis vier.


Warum Grundstückspreise so viel stärker streuen als Hauspreise

Der Grund ist einfach: Beim Grundstück kaufen Sie ausschließlich Lage.

Ein Einfamilienhaus zu errichten kostet in Zwettl ungefähr so viel wie in Mödling. Baumaterial, Handwerkerstunden und Normen sind überall gleich. Deshalb liegt der Abstand zwischen teuerstem und günstigstem Bezirk bei Häusern selten über dem Faktor drei.

Beim Boden fällt dieser ausgleichende Anteil weg. Übrig bleibt, was jemand dafür zu zahlen bereit ist, dass er genau dort steht. In Niederösterreich führt das zu einem Bezirksabstand von 23,8 beim Bauland und 3,2 bei Häusern.

Für Verkäufer hat das zwei Konsequenzen. Wer ein unbebautes Grundstück verkauft, verkauft reine Lage, und der Gemeindewert ist die einzig sinnvolle Referenz. Wer ein bebautes Grundstück verkauft, verkauft eine Mischung, und dort schlägt der Zustand des Gebäudes stärker durch, als die Grundstückspreise vermuten lassen.


Wie Sie den Wert Ihres Grundstücks nachschlagen

Die Statistik Austria veröffentlicht die Daten kostenlos und in drei Detailstufen.

  1. Bezirksdurchschnitte für Häuser, Wohnungen und Baugrundstücke. Das ist die Ebene, die die Tabellen auf dieser Seite und auf den Bundesland-Seiten zeigen.
  2. Gemeindedurchschnitte, aber nur für Baugrundstücke. Für Häuser und Wohnungen gibt es keine Gemeindeebene.
  3. Den STATatlas, eine Karte mit Gemeindewerten und CSV-Download.

Drei Einschränkungen sollten Sie kennen, bevor Sie eine Zahl übernehmen:

  • Die Werte sind geometrische Mittel über fünf Jahre (2021 bis 2025), angepasst auf das Preisniveau 2025. Sie bilden keine Momentaufnahme des laufenden Quartals ab.
  • Bei geringem Transaktionsaufkommen werden die Durchschnitte über Gemeindegruppen gebildet. In kleinen Gemeinden ist der Wert also eher ein Regionalwert.
  • Sie enthalten keine Angaben zu Widmung, Aufschließung oder Zuschnitt. Ein aufgeschlossenes Bauland und eine Grünlandfläche derselben Gemeinde tauchen nicht getrennt auf.

Was bedeutet das für den Verkauf Ihres Grundstücks?

Erstens: Nehmen Sie den Gemeindewert, nicht den Bezirkswert. In Tirol liegt der Bezirk Kitzbühel bei 789,4 Euro je Quadratmeter, die Gemeinde Reith bei 2.741,8. Der Unterschied beträgt mehr als das Dreifache.

Zweitens: Prüfen Sie die Aufschließung, bevor Sie einen Preis nennen. Ein Grundstück ohne Kanal- und Wasseranschluss erzielt deutlich weniger als der Gemeindeschnitt, der überwiegend aufgeschlossene Flächen enthält.

Drittens: Rechnen Sie in dünnen Märkten mit Zeit statt mit Preis. In Gemeinden mit einstelligen Verkaufszahlen pro Jahr entscheidet die Reichweite der Vermarktung mehr als der letzte Prozentpunkt.

In der Beratungspraxis erlebt Thomas Wakolbinger regelmäßig:

„Zwei Grundstücke derselben Gemeinde, wenige hundert Meter auseinander, unterscheiden sich im Preis um die Hälfte. Hanglage, Zufahrt und Bebauungsdichte entscheiden, nicht die Postleitzahl."

— Thomas Wakolbinger, konzessionierter Immobilienmakler bei Selfimmo (GISA Nr. 38501128)
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Häufig gestellte Fragen zu Grundstückspreisen in Österreich

Der österreichweite Durchschnitt für Baugrundstücke lag 2025 bei 135 Euro je Quadratmeter. Dahinter steht eine sehr große Spanne: Der günstigste Gemeindewert liegt bei 11,7 Euro in Nikitsch im Burgenland, der höchste bei 2.741,8 Euro in Reith bei Kitzbühel. Innerhalb Wiens reicht der Bezirksdurchschnitt von 669,6 bis 2.181,4 Euro. Quelle: Statistik Austria, Datenbasis 2021 bis 2025, veröffentlicht am 28.05.2026.

Im Burgenland und im nördlichen Weinviertel. Nikitsch im Bezirk Oberpullendorf ist mit 11,7 Euro je Quadratmeter die günstigste Gemeinde Österreichs, gefolgt von Großharras in Niederösterreich mit 12,1 Euro sowie Minihof-Liebau, Mühlgraben, Neuhaus am Klausenbach und St. Martin an der Raab mit je 12,2 Euro.

Außerhalb Wiens im Bezirk Kitzbühel. Reith bei Kitzbühel führt mit 2.741,8 Euro je Quadratmeter vor Kitzbühel selbst mit 2.616,9 Euro. Auf Rang drei folgt Lech in Vorarlberg mit 2.108,1 Euro. In Wien liegt der teuerste Bezirksdurchschnitt bei 2.181,4 Euro in Währing.

Der Gemeindedurchschnitt ist der beste frei verfügbare Anhaltspunkt, aber kein Preisschild. Innerhalb einer Gemeinde entscheiden Widmung, Aufschließung, Zuschnitt, Hanglage und Erreichbarkeit über erhebliche Unterschiede. Für eine belastbare Einschätzung braucht es eine Bewertung, die diese Faktoren berücksichtigt.

Aus der Kaufpreissammlung der Statistik Austria, also aus tatsächlichen Grundbuch-Transaktionen, nicht aus Inseraten. Die Werte sind geometrische Mittel über die Jahre 2021 bis 2025, angepasst auf das Preisniveau 2025. Bei geringem Transaktionsaufkommen werden die Durchschnitte über Gemeindegruppen gebildet.


Fazit: Der Landesdurchschnitt hilft niemandem

135 Euro je Quadratmeter ist eine korrekte Zahl und eine unbrauchbare Auskunft. Zwischen der teuersten und der günstigsten österreichischen Gemeinde liegt der Faktor 234. Wer seinen Grund einschätzen will, sollte beim Gemeindewert beginnen, die Aufschließung prüfen und dann eine Bewertung machen lassen, die Widmung und Zuschnitt berücksichtigt.

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Thomas Wakolbinger, konzessionierter Immobilienmakler und Gründer von Selfimmo

Thomas Wakolbinger

Konzessionierter Immobilienmakler · GISA 38501128

Gründer von Selfimmo und Geschäftsführer der WATEK Homes GmbH (Hofau 7, 4650 Lambach). Thomas begleitet private Eigentümer beim Immobilienverkauf in Österreich, mit dem Ziel, Verkäufer provisionsfrei und rechtlich abgesichert durch den gesamten Prozess zu führen.

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Quellenangaben
  1. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Tabelle Baugrundstückspreise 2025, erstellt am 28.05.2026, Datenbasis 2021 bis 2025, abgerufen 2026-09-19, statistik.at
  2. Statistik Austria, STATatlas Immobilien-Durchschnittspreise, Gemeindeebene als Karte mit CSV-Download, abgerufen 2026-09-19, statistik.at/atlas

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