Ratgeber · Immobilienpreise Steiermark
Immobilienpreise Steiermark 2026: alle 13 Bezirke im Vergleich
Bauland kostet in der Steiermark zwischen 35,7 Euro pro Quadratmeter in der Südoststeiermark und 430,3 Euro in Graz (Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Datenbasis 2021 bis 2025, veröffentlicht 28.05.2026). Bei Eigentumswohnungen führt aber nicht die Landeshauptstadt, sondern der Bezirk Liezen mit 4.063 Euro je Quadratmeter.
Dieser eine Wert erklärt die Steiermark besser als jeder Landesdurchschnitt. Das Bundesland besteht aus einem großen städtischen Markt rund um Graz, einer industriellen Obersteiermark und einem Tourismusmarkt im Ennstal und Ausseerland, der preislich in einer eigenen Liga spielt.
Von Thomas Wakolbinger · Konzessionierter Immobilienmakler · GISA 38501128 · Aktualisiert September 2026
Das Wichtigste im Überblick
- →Teuerstes Bauland: Graz mit 430,3 Euro/m², günstigstes: Südoststeiermark mit 35,7 Euro/m²
- →Teuerste Gemeinde ist nicht Graz, sondern Altaussee mit 542,0 Euro/m²
- →Bei Wohnungen führt Liezen mit 4.063 Euro/m², vor Graz mit 3.539
- →Graz allein macht 48,6 Prozent aller steirischen Wohnungsverkäufe aus
- →Alle Werte sind Grundbuchpreise, keine Angebotspreise
Was kostet eine Immobilie in den steirischen Bezirken?
Alle 13 Bezirke, sortiert nach dem Baulandpreis. Die Werte stammen aus der Kaufpreissammlung der Statistik Austria und beruhen auf tatsächlichen Grundbuch-Transaktionen.
| Bezirk | Bauland €/m² | Eigentumswohnung €/m² | Haus €/m² |
|---|---|---|---|
| Graz Stadt | 430,3 | 3.539 | 4.835 |
| Graz-Umgebung | 132,0 | 2.763 | 3.903 |
| Liezen | 109,8 | 4.063 | 3.538 |
| Leoben | 83,5 | 1.978 | 2.592 |
| Murtal | 83,0 | 2.115 | 3.096 |
| Bruck-Mürzzuschlag | 79,0 | 2.158 | 3.084 |
| Leibnitz | 69,7 | 2.760 | 2.902 |
| Weiz | 68,0 | 2.636 | 3.261 |
| Deutschlandsberg | 64,9 | 2.545 | 3.022 |
| Voitsberg | 60,9 | 1.854 | 2.887 |
| Murau | 56,5 | 2.335 | 3.045 |
| Hartberg-Fürstenfeld | 39,7 | 2.541 | 2.952 |
| Südoststeiermark | 35,7 | 2.186 | 2.813 |
Quelle: Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, erstellt am 28.05.2026. Bauland: Bezirksdurchschnitt. Wohnung: Eigentumswohnung ohne Balkon, Terrasse oder Garten, Baujahr ab 1991, 64 bis 82 m². Haus: Kategorie B (durchschnittliche Grundstücksgröße), Bauperiode ab 1991, 90 bis 130 m² Wohnfläche. Alle Preise je Quadratmeter Wohnfläche, geometrische Mittel auf Basis von Transaktionsdaten 2021 bis 2025, auf das Preisniveau 2025 angepasst.
Beim Bauland liegt zwischen Graz und der Südoststeiermark der Faktor 12. Bei Häusern sind es nur 1,7, bei Wohnungen 2,2. Auch hier gilt die Regel, die für ganz Österreich gilt: Der Baukörper kostet überall ungefähr gleich viel, der Boden nicht.
Warum Liezen teurer ist als Graz
Der auffälligste Wert der Tabelle steht in Zeile drei. Liezen hat das drittteuerste Bauland, aber die teuersten Eigentumswohnungen des Bundeslands, 4.063 Euro je Quadratmeter gegenüber 3.539 in Graz.
Der Blick auf die Gemeindeebene erklärt es:
| Gemeinde | Bezirk | Bauland €/m² |
|---|---|---|
| Altaussee | Liezen | 542,0 |
| Ramsau am Dachstein | Liezen | 438,3 |
| Graz | Graz Stadt | 430,3 |
| Schladming | Liezen | 293,8 |
| Haus | Liezen | 279,1 |
| Hart bei Graz | Graz-Umgebung | 258,8 |
| Seiersberg-Pirka | Graz-Umgebung | 247,0 |
| Stattegg | Graz-Umgebung | 222,1 |
Quelle: Statistik Austria, Gemeindedurchschnittspreise Baugrundstücke, erstellt 28.05.2026.
Vier der acht teuersten Gemeinden der Steiermark liegen im Bezirk Liezen, und die teuerste von allen, Altaussee, ist teurer als die Landeshauptstadt. Das ist kein Wohnungsmarkt im üblichen Sinn, sondern ein Zweitwohnsitz- und Tourismusmarkt mit Käufern von außerhalb.
Für einen Verkäufer im Ennstal oder Ausseerland heißt das: Der Bezirksdurchschnitt unterschätzt die Lage deutlich. Für einen Verkäufer in Liezen-Stadt oder im Gesäuse heißt es das Gegenteil.
Am anderen Ende steht die Oststeiermark. In Fehring und Unterlamm kostet Bauland je 22,8 Euro pro Quadratmeter, in Großsteinbach und Hartl je 23,5. Zwischen Altaussee und Fehring liegt der Faktor 24.
Wo ist es am teuersten und wo am günstigsten?
Wo wird überhaupt gekauft? Transaktionen je Bezirk
Der Preis sagt, was eine Immobilie wert ist. Er sagt nicht, ob es Käufer gibt. Dafür braucht es die Stückzahl.
2025 wurden in der Steiermark 6.553 Eigentumswohnungen verbüchert, ein Plus von 27,8 Prozent (RE/MAX-ImmoSpiegel Eigentumswohnungsmarkt 2025). Das ist der zweithöchste Zuwachs Österreichs und im Mengenranking Rang zwei hinter Wien. Der Transaktionswert stieg um 31,7 Prozent auf 1,30 Milliarden Euro.
| Bezirk | Wohnungs-Kaufakte 2025 | gegenüber 2024 |
|---|---|---|
| Graz Stadt | 3.182 | +38,9 % |
| Graz-Umgebung | 804 | +23,7 % |
| Liezen | 463 | +8,2 % |
| Bruck-Mürzzuschlag | 426 | +38,8 % |
| Leibnitz | 403 | +86,6 % |
| Weiz | 215 | +50,3 % |
| Leoben | 212 | +38,6 % |
| Murtal | 210 | -18,6 % |
| Hartberg-Fürstenfeld | 156 | +9,1 % |
| Voitsberg | 150 | +13,6 % |
| Südoststeiermark | 138 | -16,4 % |
| Deutschlandsberg | 123 | -29,3 % |
| Murau | 71 | +4,4 % |
Quelle: RE/MAX-ImmoSpiegel Eigentumswohnungsmarkt 2025, Basis sind alle Eintragungen im amtlichen Grundbuch. Nur Eigentumswohnungen. Die 13 Zeilen summieren sich auf die ausgewiesene Landesmenge von 6.553.
Drei Dinge lassen sich hier lesen, die eine Preistabelle nicht hergibt.
Erstens, Graz ist der Markt. Die Landeshauptstadt macht mit 3.182 Verkäufen 48,6 Prozent aller steirischen Wohnungsverkäufe aus. In Graz wurden zwei- bis viermal so viele Eigentumswohnungen gehandelt wie in Salzburg, Linz, Innsbruck, Klagenfurt oder Bregenz.
Zweitens, die Obersteiermark dreht. Bruck-Mürzzuschlag legte um 38,8 Prozent auf 426 Verkäufe zu und nähert sich seinem Spitzenwert von 2020 (434). Leoben stieg um 38,6 Prozent. Leibnitz führt die Veränderungstabelle mit plus 86,6 Prozent auf 403 Einheiten an. Das sind Regionen, die jahrelang als strukturschwach galten.
Drittens, drei Bezirke gehen gegen den Trend. Deutschlandsberg verlor 29,3 Prozent, Murtal 18,6 Prozent, die Südoststeiermark 16,4 Prozent. Bei 123, 210 und 138 Transaktionen im Jahr sind das dünne Märkte, in denen ein Verkauf länger dauern kann.
Beim Preis zeigt sich das freundliche Bild: Eine Eigentumswohnung kostete 2025 in der Steiermark im Schnitt 184.438 Euro, ein Allzeithoch, plus 3,7 Prozent. Der Quadratmeterpreis stieg um 4,7 Prozent auf 2.925 Euro. Nur im Burgenland wohnt man günstiger.
Graz überschritt 2025 erstmals die 200.000-Euro-Grenze, der durchschnittliche Wohnungspreis lag bei 201.041 Euro, plus 2,5 Prozent. Der Quadratmeterpreis erreichte mit 3.340 Euro einen neuen Höchststand.
Angebotspreis oder Verkaufspreis? Der Unterschied, der Geld kostet
Die Zahlen in diesem Ratgeber sind Verkaufspreise aus dem Grundbuch, also das, was tatsächlich bezahlt wurde.
Die meisten Preisspiegel im Netz zeigen Angebotspreise aus Inseraten, also das, was Verkäufer verlangen. Der Unterschied ist erheblich. Auf der Wien-Seite dieses Ratgebers lässt er sich beziffern: In der Inneren Stadt klaffen Angebots- und Verkaufspreis um rund 39 Prozent auseinander.
Für die Steiermark kommt dazu, dass die Statistik-Austria-Werte geometrische Mittel über fünf Jahre sind, angepasst auf das Preisniveau 2025. Sie sind stabil und ein guter Anker, aber keine Momentaufnahme des laufenden Quartals. Die RE/MAX-Zahlen sind dagegen echte Jahreswerte 2025.
Wie groß der Abstand zwischen Angebot und Abschluss bei Ihrer Objektart typischerweise ist: Vergleich der Online-Bewertungstools →Was bedeutet das für den Verkauf Ihrer Immobilie?
Erstens: Fragen Sie zuerst, in welchem der drei steirischen Märkte Sie liegen. Graz und Graz-Umgebung sind ein städtischer Markt mit hoher Liquidität. Das Ennstal und Ausseerland sind ein Zweitwohnsitzmarkt mit Preisen über dem Landesniveau. Der Rest ist ein regionaler Markt, in dem Lage und Zustand stärker durchschlagen als die Adresse.
Zweitens: Bei Grundstücken ist der Gemeindewert die bessere Referenz. Der Bezirk Liezen kommt im Schnitt auf 109,8 Euro, Altaussee auf 542,0. Wer den Bezirkswert nimmt, unterschätzt ein Altausseer Grundstück um 80 Prozent.
Drittens: In dünnen Märkten zählt der Preis weniger und die Vermarktung mehr. In Murau wurden 2025 insgesamt 71 Wohnungen verkauft. Wer dort anbietet, konkurriert nicht um den letzten Prozentpunkt beim Quadratmeterpreis, sondern um die wenigen Interessenten, die es überhaupt gibt.
In der Beratungspraxis erlebt Thomas Wakolbinger, konzessionierter Immobilienmakler bei Selfimmo (GISA Nr. 38501128), regelmäßig: In Graz entscheidet der Grundriss, in der Obersteiermark der Zustand, im Ausseerland die Aussicht. Dieselbe Quadratmeterzahl bedeutet in den drei Märkten drei verschiedene Preise.
Verkaufspreis richtig festlegen: Strategie und Spielraum →Häufig gestellte Fragen zu Immobilienpreisen in der Steiermark
Der Bezirksdurchschnitt für Baugrundstücke reicht laut Statistik Austria von 35,7 Euro pro Quadratmeter in der Südoststeiermark bis 430,3 Euro in Graz. Auf Gemeindeebene liegt die Spitze nicht in Graz, sondern in Altaussee mit 542,0 Euro, gefolgt von Ramsau am Dachstein mit 438,3 Euro. Die Werte beruhen auf Grundbuch-Transaktionen der Jahre 2021 bis 2025, angepasst auf das Preisniveau 2025, veröffentlicht am 28.05.2026.
Beim Bauland führt Graz mit 430,3 Euro pro Quadratmeter, am günstigsten ist die Südoststeiermark mit 35,7 Euro. Bei Eigentumswohnungen liegt überraschend nicht Graz vorn, sondern der Bezirk Liezen mit 4.063 Euro pro Quadratmeter. Das ist der Ausseerland- und Schladming-Effekt. Am günstigsten wohnt man in Voitsberg mit 1.854 Euro pro Quadratmeter.
2025 war ein starkes Jahr. Laut RE/MAX-ImmoSpiegel wurden 6.553 Eigentumswohnungen verbüchert, um 27,8 Prozent mehr als 2024, der zweithöchste Zuwachs Österreichs. Der typische Wohnungspreis stieg um 3,7 Prozent auf 184.438 Euro und damit auf ein Allzeithoch. Trotzdem liegt die Verkaufsmenge noch 7,7 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt und 23,6 Prozent unter dem Rekordjahr 2021.
Weil der Bezirk Liezen das Ausseerland, Schladming und die Ramsau umfasst. Das sind Tourismus- und Zweitwohnsitzmärkte, in denen andere Käufer mit anderen Budgets auftreten als in einem städtischen Wohnungsmarkt. Altaussee ist mit 542,0 Euro pro Quadratmeter Bauland die teuerste Gemeinde der Steiermark, teurer als die Landeshauptstadt.
Es sind Verkaufspreise. Die Tabellen beruhen auf Transaktionsdaten aus dem Grundbuch, nicht auf Inseraten. Das unterscheidet sie von den meisten Preisspiegeln im Netz, die Angebotspreise zeigen. Angebotspreise liegen tendenziell über dem, was am Ende bezahlt wird.
Fazit: Ein Bundesland, drei Märkte
Die Steiermark lässt sich nicht mit einem Durchschnitt beschreiben. Zwischen Altaussee und Fehring liegt beim Bauland der Faktor 24, und bei den Wohnungspreisen schlägt ein Tourismusbezirk die Landeshauptstadt. Für die eigene Verkaufsentscheidung ist der Gemeindewert der bessere Anker als der Landeswert, und eine Bewertung, die Lage, Zustand und Objektart zusammenrechnet, ist besser als beide.
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Thomas Wakolbinger bewertet Ihre steirische Immobilie · €0 Provision für Verkäufer · GISA 38501128
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Thomas Wakolbinger
Konzessionierter Immobilienmakler · GISA 38501128
Gründer von Selfimmo und Geschäftsführer der WATEK Homes GmbH (Hofau 7, 4650 Lambach). Thomas begleitet private Eigentümer beim Immobilienverkauf in Österreich, mit dem Ziel, Verkäufer provisionsfrei und rechtlich abgesichert durch den gesamten Prozess zu führen.
Mehr über uns →Quellenangaben
- Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise, Tabellen Baugrundstückspreise 2025, Häuserpreise 2025 und Wohnungspreise 2025, erstellt am 28.05.2026, Datenbasis 2021 bis 2025, abgerufen 2026-09-19, statistik.at
- RE/MAX-ImmoSpiegel Eigentumswohnungsmarkt 2025, Basis alle Eintragungen im amtlichen Grundbuch, für die Transaktionszahlen je Bezirk und die Landeswerte, abgerufen 2026-09-19, remax.at
- RE/MAX-ImmoSpiegel Gesamtmarkt 2025, 04.03.2026, abgerufen 2026-09-19, ots.at